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Krankenhäuser und Rehakliniken in Deutschland

Ein paar Informationen zu Beginn

 

Auch wenn Sie vieles schon Ihrem Hausarzt erzählt haben, berichten Sie in diesem Gespräch so offen wie möglich über Ihre aktuellen Beschwerden und über die Entwicklung Ihrer Krankheit.

 

Zu Beginn Ihres Aufenthalts wird ein Arzt oder eine Ärztin Ihrer Station zu Ihnen kommen, um eine sogenannte "Anamnese" (das heißt auf griechisch "Wiedererinnerung" und meint die Erhebung Ihrer Krankengeschichte) zu erstellen. Dabei geht es darum, den Hintergrund Ihrer Erkrankung zu erkennen, um Ihre jetzigen Beschwerden einordnen zu können. Auch wenn Sie vieles schon Ihrem Hausarzt erzählt haben, berichten Sie in diesem Gespräch so offen wie möglich über Ihre aktuellen Beschwerden und über die Entwicklung Ihrer Krankheit. Geben Sie auch an, wenn in Ihrer Familie, Ihrem Bekanntenkreis oder an Ihrem Arbeitsplatz ähnliche Erkrankungen aufgetreten sind. Warten Sie nicht nur die Fragen des Arztes ab. Sie wissen selbst am besten Bescheid über sich und können sicher noch wichtige und ergänzende Angaben machen.

Fragen zu Ihrer Erkrankung

Damit Sie sich schon vorher auf die Anamnese vorbereiten können, stellen wir Ihnen zwei Fragenkataloge vor. Im ersten geht es um Fragen zu Ihrer Person und Ihrem Befinden, die Sie möglichst präzise beantworten sollten. Versuchen Sie, die Fragen so ehrlich und ausführlich wie möglich zu beantworten. Ihre Gesprächspartner werden das Gesagte nicht nach außen tragen. Auch mit Ihren Angehörjgen oder Freunden werden sie nur mit Ihrer Einwilligung sprechen. Der zweite Fragenkatalog ist eine Anregung für Sie, alles zu fragen, was Ihnen noch unklar ist. Dieser Fragenkatalog soll Ihnen nur als Anregung dienen. Überlegen Sie selbst, was Ihnen noch unklar ist und machen Sie sich gegebenenfalls Notizen am Ende dieser Broschüre.

Was wir Sie fragen könnten

  • Welche Beschwerden haben Sie!

  • Haben Sie Schmerzen? Wo (z.B. begrenzt, ausstrahlend, wandernd)? Wie (z.B. stark, stechend, bohrend, krampfartig, ziehend)? Wann (z.B. dauernd, nach dem Essen, nachts, morgens)? Wie und wann hat es angefangen?

  • Wie fühlen Sie sich (z.B. hoffnungsvoll oder pessimistisch, niedergeschlagen oder zuversichtlich, schwach, müde oder ängstlich)?

  • Wie schlafen Sie (z.B. wann schlafen Sie ein? Wachen Sie nachts auf! Wenn ja, für wie lange? Neigen Sie zu Alpträumen? Nehmen Sie Schlafmittel)?

  • Schmeckt Ihnen das Essen? Vertragen Sie es gut? Haben Sie eine Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel? Ernähren Sie sich vegetarisch?

  • Trinken Sie regelmäßig Alkohol? Wieviel?

  • Rauchen Sie oder haben Sie früher geraucht?

  • Nehmen Sie zur Zeit Medikamente? Wie vertragen Sie sie?

  • Neigen Sie zu Kopfschmerzen? Schwindel? Krampfadern?

  • Wie ist die Verdauung, das Wasserlassen?

  • Machen Sie sich über etwas Sorgen (z.B. die Familie, die Arbeit, Ihre finanzielle Situation)?

  • Belastet oder verunsichert Sie etwas besonders?

    Das könnten Sie uns fragen

  • Wie heißt meine Erkrankung auf Deutsch ? Was ist darunter zu verstehen? Wie schreibt man die Diagnose? (Platz für Notizen finden Sie am Ende des Heftes).

  • Was kann ich zur Besserung beitragen?

  • Wie ist die Krankheit entstanden? Wenn es eine Verletzung ist: Gibt es diese Verletzungen häufig?

  • Welche Untersuchungen sind zunächst vorgesehen? (eine Übersicht der häufigsten Untersuchungen finden Sie im Anschluß)

  • Wie werden Sie meine Erkrankung behandeln? (Therapie)

  • Welche Medikamente muß ich nehmen? (eine Tabelle zum Ausfüllen finden Sie am Ende des Heftes)

  • Muß ich operiert werden?

  • Welche Nebenwirkungen und Folgen sind mit den Untersuchungen oder der Operation verbunden? Wie groß ist das Risiko?

  • Welche anderen Untersuchungen oder Behandlungen wären möglich? (eine Tabelle zum Ausfüllen finden Sie am Ende des Heftes)

  • Wie lange werde ich voraussichtlich im Krankenhaus bleiben?

  • Wie lange werde ich danach noch arbeitsunfähig sein?

  • Welche Folgen der Krankheit (oder des Unfalls) können zurückbleiben?

  • Welche Weiterbehandlungen sind später notwendig?

    ©1997 LOGismOS, Köln